Gambia – 04.10. – 06.10.2021

04.10.2021 – Gestern konnten Susanne und Bakary ihr Firmenfahrzeug, welches nach der Reparatur einen neuen Anstrich verpasst bekam, aus der Werkstatt holen.

Für das Anbringen des Logos vom Verein Family-Health-Projects Gambia e.V. ließ Susanne Aufkleber gestalten, die wir anbrachten und nebenbei hofften, dass man dann nicht so oft von den Straßenpolizisten angehalten und kontrolliert wird. Pustekuchen! Kaum losgefahren, war es soweit. Der Beruf eines Verkehrspolizisten gleicht hier manchmal eher einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Auch sie lassen deutlich gerne ihre Macht spielen und halten notfalls oder wenn es sich ergibt die Hand auf. Man muss trotzdem sagen, dass diese Problematik bereits bei der Führerscheinstelle anfängt. Die Fahrerlaubnis kann man sich einfach kaufen. Nichts desto trotz konnten wir unseren Weg nach Brikama fortsetzen, nachdem wir klarmachten, dass wir kein Taxibus, sondern ein Non-Profit-Unternehmen für Familienhilfe sind. Unterwegs kauften wir Draht und Zement ein, zusätzlich zu den Materialien, die wir im Wagen hatten, und nahmen Musa, der zum Probearbeiten eingeladen war, mit.

Unsere Chefin Susanne hat uns Kaffee, Tapalapa (= Baguette mit Rührei, Zwiebeln, Tomaten und Mayonnaise) und Nutellabrote bereitet. Für so eine Vorgesetzte arbeitet man einfach gerne. Gestärkt kamen wir nach einer Stunde im Compound von Alui Sane, die mit ihrer Tochter alleine lebt und sich als Lebensmittelhändlerin, vorwiegend mit den Produkten des eigenen Gartens, den Unterhalt verdient, an.

Der Verein sucht stets eine alleinstehende Frau aus, die durch den Bau einer hygienischen und für die Atemwege gesündere Standardküche unterstützt wird.

An meinem ersten Ofenbautag ließ ich mir es nicht nehmen, Bakary und Solomon unter die Arme zu greifen. Und auch Praktikant Musa brachte sich mit viel Eigeninitiative motiviert ein.

Zuerst wurden Eisenstangen abgemessen, auf die entsprechende Länge zugesägt und daraufhin zu einem Metallgestell verdrahtet.

Als Nächstes musste eine Verschalung hergestellt werden. Dazu wurden erst die Maße genommen, um die Holzlatten zuzusägen. Diese wurden anschließend in den Stein genagelt, sodass ein Rahmen für die Bodenplatten entstand.

Hinzu kam eine Verkleidung für die Front und die offene Seite. Nun konnten Sand, Zement und roter Kies mit Wasser zusammen zu Beton vermischt werden. Dieser musste letztendlich in die Verschalung geschaufelt und mit der Kelle glatt gestrichen werden.

Das Teiletappenergebnis konnte sich sehen lassen. Es muss nur noch austrocknen, bis wir am Mittwoch daran weiter arbeiten können.

Nachmittags, ich weiß auch nicht genau, warum ich mir das antat, ging ich mit Solomon und Bakary ins Fitnessstudio – noch mehr schwitzen als sonst schon. Vielleicht wollte ich mir das folgende Wellenbad verdienen. Im Meer sprach ich noch mit Ibrahim, ein freiwilliger Lifeguard, eigentlich Surflehrer, über die Problematik der fehlenden Schwimmkenntnisse der Gamber. Es war erschreckend zu hören, dass der Großteil, der ins Merr Springenden, natürlich nicht nur nicht schwimmen kann, sondern viele Gamber kein Interesse zeigen, Schwimmanweisungen der Lifeguards ernst zu nehmen.

Zum Abendessen wählten wir mal wieder Solomons Beach Bar & Restaurant, weil es da nicht nur gutes Essen und tollen Service gibt, sondern eine schöne, kühle Brise weht. Den Jungs konnte ich die Kartenspiele „Schwimmerles“ und ‚Mau Mau“ beibringen, eine gambische Art des letzteren Kartenspiels hatte ich bereits bei Ali gelernt, sodass wir die Karten fliegen lassen konnten. Bereits seit gestern hatte ich den Tag- und Nachtwächtern vom Patta Patta, sowie den Taxifahrern und Tourguides außen herum Deutschvokabeln und Standardsätze ins Englische vorbereitet, damit sie diese in der Touristenhochsaison von November bis Januar nutzen können, um ihr Buisness aufzubessern. Da man hier ständig auf Englisch angesprochen wird mit „Wie geht’s dir?“, „Was ist dein Name?“, „Woher kommst du?“, „Komm und kauf das!“ „Wo gehst du hin?“ oder ganz simpel „Taxi?“ habe ich zwischenzeitlich nicht nur mein Walluf verbessert, um eben nicht nur als bloßer Tourist angesehen zu werden, dem man das Geld aus der Tasche ziehen möchte, sondern auch, um auf die zahlreichen Ansprachen mit einem Hilfsangebot antworten zu können. Wer möchte kann meine Deutsch-Englischübersetzung abfotografieren, sodass ich nach kurzem Plausch und Erklärung meiner freiwillen Arbeit in Gambia wieder meiner Wege gehen kann, ohne dass jemand zu penetrant wird. Mit den Angestellten des Patta Patta, den Shopbesitzern und Fahrern in der Nähe der Unterkunft, sowie den Jungs von der Happy Corner habe ich seit Beginn an ein gutes, freundschaftliches Verhältnis, weil sie alle merken, dass ich etwas im Land verbessern möchte. Oft sitzen wir über den Tag oder abends noch zusammen bei einem Ataya und tauschen uns über alles Mögliche aus.

Für unseren Schulküchenbau in Prince kamen über unseren Spendenaufruf knapp unter 1700 Euro zusammen. Das ist einfach wunderbar und ich möchte mich im Namen aller freiwilligen Helfer bei all euch lieben Menschen bedanken. Heute mussten weitere Materialien besorgt und zur Schule transportiert werden. Ein Hausbauer und ein Maurer wurden engagiert, damit bald die Wände hochgezogen werden können. Die nächsten Gelder sind dafür geflossen und wir hoffen, dass wir noch weitere 800 Euro bis zum 12.10.2021 generieren können, um das kalkulierte Ziel von 2500 Euro erreichen zu können. (Bitte gesungen vorstellen und lesen:) „Vielleicht ist noch ein Spender da, Spender da, Spender da? Vielleicht ist noch ein Spender da, Spender daaaaaa?“ Jeder Euro zählt und macht uns sehr glücklich.

Kontoinhaber: Family-Health-Projects e.V.

Kontonummer: DE11 5519 0000 0112 8140 17

Kreditinstitut: Mainzer Volksbank

Verwendungszweck: Schulküche Prince

Meine spätabendlichen Sundownergrüße gehen an meine Landauer Studienkollegen, die  „Wünschels Zeitzeugen“. Wisst ihr noch, wie schwer wir uns mit Fremdsprachen, egal ob Latein, Englisch, Hochdeutsch und glücklicherweise nicht mit Französisch, getan hatten? Außer natürlich in der Prüfung;). Mit meinem Englisch komme ich einigermaßen zurecht. Mein Walluf, was von der Lautsprache echt schwierig ist, steckt noch im Basislevel 1. Man nutzt dabei auch Klicklaute. Also Mediävistik (= das Lernen der mittelalterlichen hochdeutschen Sprache) ist mir an der Uni um einiges leichter gefallen.

05.10.2021 – Über die Nacht bis heute Nachmittag fiel nicht nur der Strom in der gesamten Gegend aus, sondern ebenfalls der in die Jahre gekommene Generator im Patta Patta. Schlaf war somit des Nächtens auf Grund der Hitze schwierig und in den Morgenstunden stürmte es mal wieder, weshalb ich dann doch nicht länger schlummern konnte. Wenigstens war arbeitsfrei und es sollte ein gemütlicher Tag werden. Nach dem Frühstückskaffee lernte ich mit einem der Security, Bakary, Englisch-Deutsch und anschließend Englisch-Deutsch-Walluf. Nebenbei haben wir gewürfelt und sogar über die jüngste deutsche Geschichte, den Kalten Krieg und die Wiedervereinigung gesprochen. Bakary, nicht zu verwechseln mit Bakary vom Family-Health-Projects (Traditionell herrschen muslimische Namen vor und häufen sich. Auf die Idee, jemandem einen Modenamen zu geben, wie Kevin, Shanaya oder Mandy, ist hier noch niemand gekommen.), will Lehrer werden und zeigte sich überaus interessiert. Irgendwie komme ich nicht immer ganz aus meiner Lehrerhaut heraus. Aber es ist ja schön, wenn man etwas weitergeben kann. Zum ersten Mal seit Langem hatte ich mittags Hunger und die Gelegenheit dazu, das klagende Gefühl im Solomons zu stillen. Während meiner anhaltenden Magen-Darm-Beschwerdephase habe ich auf den Lunch verzichtet. Seit drei Tagen habe ich umgestellt, dass ich die Malaria-Prophylaxe nicht morgens nach dem Frühstück, sondern abends vorm ins Bett gehen nehme. Das macht mir nun weder große Schwierigkeiten, noch mich über den Tag schlapp. Ein Problem verbessert, da ließ das nächste nicht auf sich warten. Irgendetwas hat mich vor drei Tagen in die Wade gestochen oder gebissen und es wird stets dicker, wärmer, fester und breitet sich aus. Cortison habe ich bisher nicht. Dafür hat mir ein Nachtwächter eine Tasse Eiswürfel besorgt, die in rauen Mengen herangekarrt wurden, um bei dem Stromausfall die Lebensmittel im Restaurant Solomons zu kühlen. Der Shopbesitzer von nebenan meinte, ich solle das Ganze mit Magarine einreiben. Ich schaue zuerst einmal, wie es morgen aussieht, bevor ich mit einer Fettmassage beginne.

Doch weiter der Reihe nach! Nachdem sich nachmittags der morgendliche Regen legte und es etwas freundlicher wurde, besuchte mich Sam und wir fuhren mit Solomon (Nicht dem Restaurant, sondern der Mitarbeiter im Family-Health-Projects Gambia e.V.!) nach Serrekunda. Er wollte mir den Black Market, den Schwarzmarkt zeigen. Zwar habe ich nichts gebraucht, interessiert hat es mich dennoch. Da beide in ihren Compounds keine Elektrizität besitzen, habe ich mich für sie nach Solarlampen umgeschaut und zugeschlagen.

Während draußen auf den Straßen schon reges Treiben herrschte und man legale Waren an lizensierten Ständen erwerben konnte, sah es im Gewirr zwischen den Häuserblöcken ganz anders aus. Wir suchten uns den Weg durch enge, verwinkelte Gassen mit provisorischen Verschlägen, wo sich unzählige Kaufwillige und Verkäufer tummelten. Ob Kleidung, Technikzubehör, Essen, Stoffe, Holzarbeiten, Schmuck, Uhren, Schreibwaren, Eisenwaren, Schuhe … das Angebot war groß, aber nicht wirklich großartig. Second Hand, Helerware oder Diebesgut wechseln täglich, neben Billigprodukten aus China den Besitzter, manchmal mehr, meist aber weniger legal, wie mir die Jungs berichteten. Das gab für mich den Anlass, mit Sam über die Auswirkungen des Schwarzmarkts auf den Arbeitsmarkt zu sprechen oder was das Verschiffen von Second-Hand-Kleidung oder Elektroschrott aus Europa in die afrikanischen Länder bewirkt. Die heimischen Schneidereien verlieren Aufträge. Seltene Metalle in Handy- oder Computerchips, wie auch größeren Elektrogeräten werden oft von Kindern auf der Deponie durch ein giftiges Brennverfahren, welches die Atemwege angreift und Dauerschäden verursacht, herausgeschmolzen. Man steckt also zuerst einmal in einem Dilemma, wenn man seine nicht mehr benötigten Klamotten in den Altkleidercontainer oder das aussortierte Handy abgeben möchte. Grundsätzlich sollten Produkte so lange wie möglich im Warenkreislauf bleiben und anschließend über einen entsprechenden Anbieter sauber recycelt oder vielleicht sogar von einem selbst upgecycelt werden.

Mit der Zeit wurde es uns dann einfach zu viel und wir traten die Rückfahrt an. Vor der (Weiß-)Brotzeit in der Dämmerung schaffte ich es kurz ins Meer (Zum ersten Mal sah ich einen kleinen Fischschwarm die Wellen reiten, bis sie brachen und sich in der Gischt ergossen!) und beendete meinen Reiseschmöcker „Safari des Lebens“. Ob sich meine tragische Vermutung zu Lesebeginn in Bezug auf die Entwicklung der Hauptfiguren und deren Suche nach den Big-Five-For-Life zum Ende hin bestätigt hat, … verrate ich natürlich nicht. Eine Leseempfehlung kann ich guten Gewissens geben. John Streleckys philosophischer Abenteuerroman half mir bei meiner bisherigen Zeit, mich fallen zu lassen, Prioritäten zu verschieben, bewusster zu erleben, Perspektiven zu wechseln und noch so viel mehr.

Mein nicht in Worte zu fassender Dank für die phantastische Zuwendung zu unserer Spendenkampagne für die Schulküche in Prince darf ich den Minigs aus Mechtersheim aussprechen. Einfach sensationell.

Der Bau ist in vollem Gange. Meine herzlichen Sundownergrüße gehen an euch liebe Minigs.

06.10.2021 – Der erste Stopp heute war in einer Apotheke, um Cortisoncreme zu kaufen. Die Infektion an meinem Bein wurde nämlich von Tag zu Tag heftiger. Mittlerweile hat sich eine Verhärtung an der Wade auf 6-7 cm Durchmesser und somit über Nacht quasi verdoppelt ausgebreitet. Mir fällt es schwerer zu gehen oder das Bein zu strecken. Die Einheimischen wollen mir einreden, dass ich einen Parasiten bekommen habe, ein Mangowurm oder Sandfloh vielleicht. Den müsse man rausholen, bevor er zu groß wird. Ich hoffe sehr, dass mir die Salbe hilft.

Erneut ging es daraufhin zuerst auf die Baustelle ins Familiencompound nach Brikama, um die Standardküche weiter zu bauen. Das Fundament war ausgetrocknet, weshalb das Formen der zwei Brennöfen begonnenen werden konnte. Daraufhin wurden Verbindungsgänge gemauert und ein gemeinsamer Schornstein angefangen.

Darum kümmerten sich heute Janko, Solomon und Musa, während Bakary, Susanne und ich nach einer Weile aufbrachen, um im südlichen Landesinnern eine Schule zu suchen. Susannes Arbeitskolleginnen an ihrer Bad Kreuznacher Schule wollen nämlich bald eine Gambia-AG wie meine an der Kanonikus-Kir-Realschule plus mit Workshops und Unterstützungsprojekten eröffnen. Dazu sollten wir nach einer staatlichen Schule mit Realschulzweig ohne bisherige Unterstützung Ausschau halten, die sich als Partnerschule eignet. Eigentlich hatte Susanne dafür im Vorfeld das Ministerium angerufen und eine Liste unterstützungsbedürftiger Schulen angefordert. Der entsprechende Mitarbeiter wollte, dass wir dafür extra nach Banjul fahren, um von ihm die wohl ihm wohlgesonnene Schule aufgeschwatzt zu bekommen. Darauf und a6f entsprechendes Schmiergeld wollten wir verzichten und fuhren lieber auf eigene Faust los. Schließlich hörte sich unsere Mission nicht so schwer an. Es gibt einfach unglaublich viele Schulen, die Hilfe benötigen. In Kafuta wurden wir schließlich fündig. Der Direktor war leider nicht anwesend, aber wir ließen uns von seinem Stellvertreter die vorherrschenden Nöte und Probleme erklären und übers Gelände führen.

Das ist die Schulküche, in der Hauswirtschaft gelehrt wird. Der Ofen funktioniert nicht mehr.

Aufgabe erfüllt. Wenn Susannes Arbeitskolleginnen im Dezember nach Gambia kommen, können sie sich ein abschließendes Bild von der Schule machen und den Kontakt vertiefen.

Auf dem Rückweg hielten wir bei einem Händler für Küchenutensilien, um uns einen Überblick über die Kosten zu verschaffen. Unsere neue Küche in Prince muss natürlich auch mit Kochmaterialien ausgestattet werden.

Die Kostenausfstellung war ernüchternd für uns, sodass wir es lieber nächste Woche nochmal auf der Northbank probieren, wo es günstiger sein könnte.

Im Compound von Bakarys Mutter durfte ich mich später vorstellen und meine erste grüne Schlürforange suckeln.

Der Schmerz in meiner Wade breitete sich allerdings immer weiter aus, sodass ich beschloss, ihn nach einem Wellenbad abends von innen zu bekämpfen. Dabei leistete mir Susi beste Gesellschaft.

Wenn zwei Teachers einen Teacher zwitschern;).

Die Schmerzen im Bein konnte ich fürs erste erfolgreich betäuben. Allerdings änderte das ja nichts hinsichtlich des Problems.

Ein herzliches Spendendankeschön geht an Lukas M. und Gabriele S.. Meine Sundownergrüße möchte ich euch und den Küchencrews der KKR und der DPSG zu kommen lassen.

Gambia – 01.10. – 03.10.2021

KURZER EINWURF:

01.10.2021 – Wir brauchen eure Hilfe. Die von uns besichtigte Küche in Prince (Northbank, Gambia) ist durch den letzten Sturm immens zerstört worden, nun einsturzgefährdet und muss abgerissen werden.

Für die meisten Kinder fällt somit die einzige Mahlzeit am Tag weg. Der überall in der Northbank um sich greifende Hunger beherrscht dort das Leben, schürt Existenzängste und hindert die Schulkinder an einem erfolgreichen Lernen. Das wollen wir, die Mitglieder von Hand in Hand for the Gambia e.V. zusammen mit dem Family-Health-Projects e.V. (professioneller Ziegelofenbau), ändern. Unser Team ist gerade vor Ort und steht in den Startlöchern. Eine Kostenkalkulation ist erfolgt, die Baupläne stehen, das Startkapital stelle ich zur Verfügung. Allerdings sind wir zur kompletten Realisierung auf eure finanzielle Unterstützung angewiesen. Bitte spendet auf folgendes Konto:

Kontoinhaber: Family-Health-Projects e.V.

Kontonummer: DE11 5519 0000 0112 8140 17

Kreditinstitut: Mainzer Volksbank

Verwendungszweck: Schulküche Prince

Jede Spende für den guten Zweck zählt und bitte teilt diesen Beitrag auf allen öffentlichen Kanälen und durch Mundpropaganda.

Wir sind euch unglaublich und von Herzen dankbar, für jedwede Unterstützung.

Unsere Fortschritte:

– Bauzeichnung

– Materialkalkulation

– Buisness- / Finanzierungsplan steht

– Bauleiter vor Ort gefunden

– Arbeiter angestellt

– Anfangsfinanzierung

– Materialbesorgung für Bodenplatte und Mauerwerk

– Beginn der Blockherstellung für die Wände

01.10.2021 – Schweren Herzens musste ich mir mal den Bart abrasieren, um weniger zu transpirieren. Nach den tropischen Nächten, nur unterbrochen von heftigen Gewittern, und der aufgestauten Hitze im Appartementkomplex, fiel meine Entscheidung, künftig mehr am Strand zu arbeiten nicht schwer. Das Solomons hat nach dem Blitzeinschlag bis jetzt noch kein WiFi, allerdings kann ich trotzdem Vorbereitungen für die nächsten Tage treffen. Und zwar genau an dieser Stelle, bloß etwas weiter unten, mit einer frischen Brise, Vogelgezwitscher und reichlich Kaffee, maximal unterbrochen durch eine Abkühlung im Wasser oder einem kleinen Powernap.

Momentan geht es darum, die Baufortschritte für die Schulküche zu überwachen, Spenden zu generieren und Kontakte aufzubauen. Für morgen habe ich ein Treffen arrangiert mit einem erst nach Deutschland ausgewandertem, nun zurückgekehrtem Gambier, Ismaila, der einerseits in der Northbank ökologische, ertragsreichere Landwirtschaft betreiben möchte, andererseits momentan in Tanji in einer Art Berufsschule das Elektrikerhandwerk lehrt. Auch für unsere Schulabgänger der Patenschulen, denn viele können sich danach den Besuch einer weiterführenden Schule nicht leisten, könnte dies eine weitere Chance zu einem geregelten Einkommen sein. Weiterhin wollen Susanne und ich die Tage für ihre Kolleginnen an der Realschule in Bad Kreuznach eine Patenschule im südlichen Outback suchen und eine Verbindung aufbauen. Für Hand in Hand for the Gambia e.V. müssen gerade Interviews und ein inhaltliches und gestalterisches Konzept zur Videodokumentation vorbereitet werden, um im Anschluss gutes Material zum Schneiden für einen Imagefilm zu haben. Im gleichen Zuge baue ich die Interviews auch so auf, dass wir sie in unserer gleichnamigen Schul-AG (Hand in Hand for the Gambia) nutzen können.

So ganz die Füße stillhalten, wer mich kennt, weiß das, kann ich halt auch nicht. Schon jetzt kann ich aber sagen, dass mir das Sabbatical wirklich gut tut. Viele Dinge, die einem wichtig sind, sind in Bewegung, man kann sich genügend Zeit dafür nehmen und verspürt keinen Erfüllungsdruck im Nacken, nur den Wunsch, einen kleinen Beitrag leisten und sichtlich realisieren zu können.

In der Früh begannen unsere Arbeiter mit dem Mulchen und Herstellen der Mauerblöcke. Insgesamt brauchen wir 750 davon.

Mein Kokusnusslieferant hat sich nun ebenso als Händler und Schneider entpuppt, sodass ich mir ein afrikanisches Hemd gegönnt habe und sofern er den Stoff bekommt, den ich mir vorstelle, lass ich mir einen feinen Zwirn schneidern.

Wenn ich jetzt noch mehr Bräune hätte… !

Letztendlich möchte ich den Tag beenden, mit voller Dankbarkeit für eure Spenden und meinen herzlichsten Grüßen an Thomas W. samt Eltern, sowie an Frank D. – ich bin überwältigt.

02.10.2021 – Gut rumgekommen und einiges mitgenommen, so könnte man den Tag zusammen fassen. Zur Mittagszeit kam Susanne vorbei und Ismaila Jallow, den ich beim Blitzschlag kennengelernt hatte. Er holte uns ab, um mit uns zu seiner künftigen Arbeitsstelle zu fahren. Ismaila ist 1995 nach Deutschland, genauer gesagt nach Wilhelmshaven gekommen, hat das Elektrikerhandwerk erlernt und vor Kurzem seine Zelte dort abgebrochen, um auf zweierlei Art in Gambia etwas Entwicklungshilfe zu leisten. Das wäre in der Landwirtschaft eine ertragreichere Bepflanzungsart und Bewirtschaftung zu etablieren und sowohl dieses Wissen, als auch seine Fachkenntnisse als Elektriker an einer Art Berufsschule weiterzugeben. Er lud uns ein, dieses House of Skills in Tanji, welches eine gute Stunde entfernt liegt, zu besuchen. Schon auf dem Hinweg offenbarte sich Ismaila als sehr hilfsbereit, weltoffen und mit kritischem Weitblick auf die Politik und Entwicklung des Staates. Der Trip nach Tanji war abenteuerlich, vor allem auch, weil es mal wieder stark geregnet hatte und die Straßen ziemlich unter Wasser standen, sodass wir einige Umwege zum House of Skills nehmen mussten. Ich bin froh, dass er ein Auto mit hohem Radstand und Allrad fährt.

Für eine genauere Erklärung in Bezug auf das House of Skills hat sich der momentane Leiter Volker Lohmann, der mit seiner Frau Dorothea hier seit 2 1/2 Jahren waltet, spontan bereit erklärt, weshalb ich Folgendes wiedergeben kann:

Um im House of Skills eine Lehrstelle zu bekommen, müssen angehende Lehrlinge erst einmal einen Einstellungstest bestehen, bei dem sich leider immer mal wieder herausstellt, dass die jungen Erwachsenen nach dem Verlassen der Schule nicht wirklich richtig schreiben und lesen können. Daneben wird Basiswissen abgefragt. Sofern man bestanden hat und aufgenommen wird, kann man sich glücklich schätzen und eine wirklich fundierte Ausbildung mit Verpflegung und Sozialversicherungen (, sowie gutem Gehalt und Steuerausgleich für Festangestellte) genießen, sofern man zielstrebig lernt. In der Berufsschule mit dualer Ausbildung unter christlicher Trägerschaft werden auch Moslems aufgenommen. Interessant war für mich, dass man schon fast an der Ethnie ablesen kann, welchen Berufszweig jemand oft ergreift. Die Jola sind für die Holzverarbeitung bekannt, während Fulla meist als Händler, Balanta als Maurer tätig sind. Die Manjakis (christlicher Volksstamm) haben sich auf die Herstellung von Palmwein oder Cashuwschnapps spezialisiert und die Mandinga betreiben Landwirtschaft. Das ist alles aus der Tradition heraus gewachsen, das Können und Wissen über die Generationen von den Alten auf die Jungen übertragen worden. Solch ein Ausbildungszentrum, das nur zum Teil von der evangelikalen Kirche finanziert wird und sonst auf Spenden angewiesen ist, gibt es leider in Gambia nur selten, in der Northbank, wo die Armut am größten ist, gar nicht. Dort finden sich vereinzelt Ausbildungsstätten für z. B. das Bäckerhandwerk oder als Krankenschwester. Im Ausbildungswesen macht die Regierung ebenfalls viel zu wenig. Die im Ausland aussortieren Maschinen lässt der Träger importieren (u. a. eine Drehbank aus Wiesbaden, an so einer hatte ich mal einen Studentenjob).

Da bisher Schulmöbel, die in unseren Patenschulen absolut Mangelware sind, ebenso meist von Europa oder Ghana nach Gambia verschifft werden, somit hohe Transportkosten und eine schlechte CO2-Bilanz verursachen, lag der Gedanke auf der Hand, nachzufragen, ob man die Schulmöbel nicht vor Ort fertigen lassen könnte. Volker konnte mir eine gefertigte Schulbank mit integrierter Tischfläche in stabilem Eisengestell zeigen und wir stellten eine realistische, aber immer von den Tagespreisen für Rohstoffe abhängige, Kostenrechnung auf, damit Hand in Hand for the Gambia nicht nur Schulmöbel vor Ort beziehen könnte, sondern auch die lokale Wirtschaft gestärkt werden kann. Mit Arbeitszeit-, Material- und Transportkosten kommt man pro Tischbank ungefähr auf 4000 Dalasi, was 67 Euro entspricht. Das kann man sich ja mal im Hinterkopf behalten. Alles in allem war das Gespräch mit Volker und Dorothea sehr aufschlussreich für uns beide, weil auch Susanne auf der Suche nach einem weiteren Ofenbauer ist und wir nun die Umstände eines Auszubildenden und Ausbildungsbetriebes besser verstehen können. Ismaila konnte zudem seinen künftigen, aber sich noch im Bau befindenden, Arbeitsplatz besichtigen.

Infolgedessen setzte uns Ismaila nach erneuter Fahrt durch das Labyrinth von Tanji im nächsten Ort ab, wo uns Janko, ein weiterer Angestellter von Susanne und daneben Scout (= Pfadfinder) mitnahm nach Sanyang, wo es den schönsten Strand von ganz Gambia gibt und Susanne bei einem Afrodance-Workshop zuschauen und den herrlichen Strand genießen wollte. Das war mir nicht vergönnt, weil ich zu einem Treffen der Scouts von Sanyang wollte. Nach kurzem Zwischenstopp im Compound von Janko erreichten wir ein paar Meter weiter den wochenendlichen Versammlungsort, wo schon die Scouts zusammen musizierten.

Samstags wie sonntags folgt dann morgens körperliche Ertüchtigung und später Workshops in Bezug auf das Leben in und mit der Natur, sowie der Gesellschaft für die 157 Pfadfinder von Sanyang bei nur 11 Leitern. Es herrscht merklich etwas mehr Drill als in der DPSG Hauenstein. Man hilft hier sehr stark den Bedürftigen, versucht jungen Menschen eine Perspektive im Leben zu ermöglichen, nimmt an Aufräumaktionen teil, um den zahlreichen Müll vom Strand oder den Straßen zu entfernen. Das gleicht unglücklicherweise einem Kampf gegen Windmühlen. Ebenso finden regelmäßige Camps statt. Im Austausch konnte ich noch mehr über die Ideale der Mitglieder und Beweggründe, Scout zu sein, erfahren. Für viele ist es der Weg von der Straße und Schutz vor dem Abrutschen, nur in den Tag hinein zu leben oder Drogen zu nehmen. Sie fühlen sich in der Pfadfindergemeinschaft gut aufgehoben und stärken sich bei Problemen gegenseitig. Die Älteren wollen den Jüngeren das Zurückgeben und vorleben, was sie erfahren hatten, um eine Orientierung im Leben zu bekommen.  Das Musizieren ist in mehrerer Hinsicht wichtig für viele. Erst einmal hilft es, den Stress, den Schmerz des Alltags abzubauen und sich frei zu fühlen. Des Weiteren kann eine Scouting- und Musikausbildung eine Chance für eine spätere Einstellung in einer Polizei- oder Militärkapelle sein. Tatsächlich haben vier anwesende Leiter eine Anstellung beim Militär, ein weiterer als Lehrer. Ihm ging es wie mir – ohne meine Zeit bei den Pfadfindern wäre ich wohl kaum Lehrer geworden. Scouts sind bei Arbeitgebern gerne gesehen, da man mehr auf sie bauen kann. Natürlich stand auch ich den gambischen Scouts Rede und Antwort. Zum Schluss spielte man mir noch ein kleines Ständchen.

„Gut Pfad!“ an alle Pfadfinder weltweit und die Hääschdner Päddler im Speziellen.

Daraufhin holten wir Susanne am Strand ab und ja, es ist echt paradiesisch dort, sodass ich mir mal einen ganzen Tag nehmen werde, um dort auszuspannen.

Bis Susanne und ich, sowie Bakary, der uns auf dem Weg eingesammelt hatte, dann zurück in Senegambia waren und unseren Hunger im Restaurant Justice befrieden konnten, waren wir alle platt und froh gegen 23 Uhr Zuhause zu sein.

Die Sundownergrüße vom Strand von Sanyang gehen natürlich heute an alle Pfadfinder, ebenso an Stollengott Marcus für seine Spende. Vielen lieben Dank. Die Mauersteine sind nun fertiggestellt und morgen wird mit dem Gießen des Fundaments begonnen.

03.10.2021 – Den Tag der Deutschen Einheit zelebrierte ich zuerst mit Solomon, der heute seinen 35. Geburtstag hat. Da er gerade in der Massephase steckt, war mein Kuchen für ihn nicht ganz verkehrt.

Nach dem Gym begleitete mich Solomon zu seinem Hausfriseur, weil ich mit der Zeit zu viel Fell angesetzt hatte und ich stets weiter gegen die Hitze ankämpfen musste.

Noch mit vollem, dichtem Haupthaar.

Ich sollte mir dann mithilfe einer Bildtafel den Haarschnitt aussuchen, der mir gefiel und den ich wollen würde.

Bei so vielen Möglichkeiten fiel mir die Auswahl entsprechend schwer. Es war wohl Zeit für eine Typveränderung geworden. Dem Cutman Tidjane erklärte ich meine Vorstellung, ein Mix aus afrikanischem Kurzhaarschnitt an den Seiten und hinten, unter Beachtung und Beibehaltung ein wenig meines Deckhaares inklusive der ein oder anderen Locke. Und schwupps flogen die Haare. Es war nicht nur sprichwörtlich ein Ritt auf der Rasierklinge. Ich wurde geschoren mit Kamm und Klinge.

Aber, absolut akkurat. Zwar hat Tidjane kaum Englisch gesprochen bzw. verstanden, dennoch Auge und Gefühl bewiesen.

Ebenfalls stand noch ein Besuch beim Händler (auch er heißt Sulayman, aber nicht zu verwechseln mit meinem gambischen Lehrerkollegen von Hand in Hand) für Tuch und Kleidung an, um eigentlich weitere Stücke in Auftrag zu geben. Unglücklicherweise musste ich feststellen, dass die Wäschefrau des Patta Patta mein bereits erworbenes Hemd gebleicht und somit teils gebatikt hat, während wir die Größe für den neuen Zwirn mit dem „alten“ anpassen wollten. Das war kurz etwas ärgerlich. Ich sollte Sulayman allerdings später erneut treffen und er hat mir tatsächlich das Hemd umgetauscht. Dafür werde ich die Tage nochmal bei ihm ordern und mir Shirt und Hosen schneidern lassen.

Zügig machte ich mich dann auf den Weg zu einem etwas besser ausgestatteten Supermarkt, um Lebensmittel für Bakarys erste Kochstunde zu kaufen. Da hat sich auch Susanne gefreut, der wir ein vegetarisches Curry zubereitet haben. Nicht nur wegen des Essens, sondern weil es hier meist überhaupt nicht selbstverständlich ist, dass ein Mann eine Frau bekocht, statt heim zu kommen und das von der Frau schon vorbereite Mahl auf dem Tisch vorzufinden. In ganz vielen Bereichen findet sich eine klare, tradierte Rollenverteilung vor.

Bakary hat seine Sache gut gemacht, muss man schon sagen und mit ein paar Runden Ligretto ließen wir den Abend ausklingen.

In Punkto Baufortschritt für die Schulküche in Prince kann ich das Fundament präsentieren. Jetzt müssen zusätzliche Materialien zum Hochziehen der Mauern heran gebracht werden.

Gambia – 28.09. – 30.09.2021

28.09.2021 – Gestern hatten wir uns ja einen Caipt’n gesucht, der Susanne, Bakary und mich in der Früh zum Fischen mitnimmt. Als wir allerdings mit einem kleinen Fischerboot auf hohe See fuhren, um Baracudas zu angeln, damit wir Sonja vor ihrer Rückreise mit einem guten Fang und einem Grillabend überraschen können würden, hatten wir noch keine Ahnung, was uns Schreckliches widerfahren wird. … … … Statt irgendeinen Bissen am Haken zu haben, mussten wir traurigerweise eine Leiche entdecken. Unser Caipt’n informierte das Rote Kreuz und wir halfen zuerst bei der Ortung. Weil aber keine Küstenwache vorhanden war und das Rote Kreuz kein Boot hat, lotsten wir den Rettungswagen zur entsprechenden Stelle an Land, wo wir über eine Stunde nach dem Leichenfund abgesetzt wurden und unser Caipt’n mit einem Bergungstrupp erneut rausfuhr. Für uns war dies all die Zeit sehr beklemmend, Die am Strand wartenden Angehörigen haben nun wenigstens die Möglichkeit vom Verstorbenen, der seit Sonntagabend vermisst wurde, Abschied zu nehmen. Abseits beobachteten wir wie erstarrt, wie der Tote bedeckt und sichtbeschützt an Land gebracht wurde. Nicht nur die Angehörigen, sondern auch sonstige dort Versammelten hockten sich zusammen im Kreis hin und sprachen ein Gebet. Auch ich spendete meinen Trost im Stillen. Leider eskalierte die Situation kurz danach zwischen beteiligten Angehörigen und Anwesenden. Der Grund, es wurde ein Foto von der Leiche geschossen. Dies war allerdings ein Angehöriger und es dauerte, bis andere das begriffen. Geschockt verließen wir den Ort und stürzten uns in die Projektarbeit. In Susannes Unterkunft stellten wir einen Materialplan und eine Kostenaufstellung auf, holten Preise ein, sodass wir einen kompletten Finanzierumgsplan vorlegen konnten und legten den Grundstein für den Beginn des Küchenbaus in Prince zusammen mit Kebbah, der uns besuchte und uns dabei half. Die Finanzspritze zum Baubeginn liefere ich und Susanne überwacht mit Bakary den Bau, bis ihr Team den Ofen in der zu errichteten Schulküche in Angriff nehmen kann. Die Jungs von Hand in Hand übernehmen die Organisation in der Northbank, bis wir dazustoßen. Bitte, liebe Leserinnen und Leser, beachtet dazu den Blogbeitrag mit dem wichtigen Aufruf vom 28.09.2021. Wir brauchen eure Hilfe. Teilt bitte auch diesen Aufruf, sodass wir erfolgreich sein können. Susanne hat dazu ein Spendenkonto samt Kampagne eingerichtet.

Ich habe noch viel über das Leben und den Tod nachgedacht. Es kann so schnell gehen. Eine unterschätztes Risiko, eine unbedachte Dummheit und unglücklicher Zufall, … . Es sollte jeder seine Lehre für die Zeit, die man auf Erden hat, sowie seine Art und Weise zu leben, ziehen. Verzeiht, wenn es heute aus Respekt für den Verblichenen und seine Angehörigen, keine Bilder gibt. Ich denke, jeder versteht dies.

29.09.2021 – Das Gemüt war von dem gestrigen Vorkommnis noch schwer, sodass ich mich dazu entschied, am Strand mich meiner Reiselektüre „Safari in Afrika“ zu widmen. Tatsächlich verbrachte ich dort mehrere Stunden, teils lesend, teils ruhend, teils mit dem Blick in die Ferne gerichtet. Die im Buch erzählte Geschichte passt gerade mit den darin angesprochenen Lebensweisen und -einstellungen sehr gut zu den bisherigen erlebten Ereignissen, lässt mich aber nicht nur nachdenklich zurück, sondern motiviert mich, nach vorne zu schauen. Schließlich habe ich hier noch einiges vor.

Für weitere Kurzweil unternahm ich einen Spaziergang an der Küste entlang zum Senegambia Craft Markt, wo Schneider, Tuchhändler, Holzschnitzer, Schmuckhersteller, Maler oder Metallarbeiter ihre Waren feil boten.

Allerdings spürte ich zum ersten Mal starke Abneigung, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, weil man ständig, teils penetrant, angesprochen und nach Geld gefragt wird. Auf Grund dessen, dass ich dort so nicht abschalten konnte, verließ ich den Markt schnell wieder. Die Armut vieler Gambier ist eben nicht nur in der Northbank, weit ab von den Hotels, existent und jeder schaut, dass er über die Runden kommt. Gerade jetzt, da erst ab November Touristensaison ist. Es lastet viel Druck auf den ältesten Söhnen der kinderreichen Familien, welche die Familie versorgen und möglichst den jüngeren Geschwistern den Schulbesuch ermöglichen müssen. Oft verdingen sich diese meist Ungelernten mit harter oder wenig ertragreicher Arbeit den kaum ausreichenden Unterhalt. Mädchen und junge Frauen geraten in die missliche Lage, sich prostituieren zu müssen oder sich auf einschlägigen Partnervermittlungsseiten einen reichen Gönner zu suchen. Seit meiner Ankunft wurden mir schon mehrere Frauen angeboten, nur weil ich weiß und somit in den Augen anderer direkt vermögend bin. Zu Hauf sieht man sowohl ältere europäische Herren oder Damen, welche eine Beziehung, eher ein Arrangement, mit einer gambischen Frau bzw. einem gambischen Mann eingehen. Einerseits wird sich dabei Liebe vorgegaukelt, andererseits ein klares Abhängigkeitsverhältnis geschaffen, indem die Vermögenden ihre Machtposition deutlich ausspielen und sich als Herrenmenschen aufspielen. Leider habe ich dies mehrfach in unserem kleinen Appartementkomplex mitbekommen müssen und konnte nicht tatenlos zusehen. Sobald ich der unterdrückten, verbal angegriffen Frau meine Hilfe anbot, fragte sie mich nach meiner Handynummer. Dies zeigt einfach, den unbedingten Wunsch, alles zu tun, seine Existenz und die der Familie zu sichern ohne Rücksicht auf das eigene Empfinden. In meinen Augen geschiet hier mit dem Ausnutzen der Armut der Einheimischen moderne Sklaverei. So verwundert es nicht, wenn viele den riskanten Weg über das Meer nehmen, um als Asylbewerber in europäischen Ländern irgendwann in Lohn und Brot zu stehen, damit Geld nach Hause gesendet werden kann.

Angekommen im Patta Patta blieb gar nicht mehr viel Zeit, sich von Sonja zu verabschieden. Sie hatte bis halb Vier noch kein Ergebnis ihres PCR-Testes erhalten, weswegen sie früher als geplant, erst zur Teststation, dann zum Flughafen aufgebrochen ist. Mit Bakery und Sainey war ich für 18 Uhr in der „Happy Corner“, einem Saftstand am Strand, wo wir schon Susannes Geburtstag feierten, verabredet, bis wir anschließend zum Fußball schauen zu Sambas Kitchen gingen. Der gute Sainey hat mir noch ein afrikanisches Hemd als Geschenk mitgebracht, leider in Größe L;). Vielleicht kann ich es morgen auf dem Markt abändern lassen.

Über den Tag verteilt erreichten mich mehrere Zuschriften zu Spendenbeteiligungen für die Errichtung einer Schulküche in Prince. Der Grundstein für ein erfolgreiches Gelingen wurde gestern durch mein Startkapital und die Startgebühr für den Spendenaufruf von Susanne gelegt, die Bodenplatte ist quasi durch die heutigen Spenden gegossen worden. Jetzt lasst uns auch noch durch weitere finanzielle Unterstützung die Wände hochziehen. Den bisher mir namentlich bekannten Spendern Jan Sch., Sabrina F., Andreas C., Fred F. und Vera W., wie allen anderen Supportern, darf ich unseren herzlichen Dank aussprechen und an euch ein paar Sundownergrüße zurückgeben.

30.09.2021 – Endlich wachte ich einmal ohne großartige Bauchkrämpfe und Durchfall auf. Gestern hatte ich eine Extrawurst Schonkost im Restaurant geordert, zusätzlich auch die Malariaprophylaxe weggelassen. Dennoch schmiss ich mir nach dem Frühstück eine weitere Malerone ein, weil es mit Bakary und Susanne ins u. a. Mangrovengebiet im Makasutu Culturel Forest geht. Auf der Fahrt dahin erfuhren wir von den ersten Fortschritten zum Schulküchenbau in Prince. Nachdem der Traktor eine Panne hatte, konnten die 25 Säcke Zement und die drei Kipplaster voll Sand abgeladen werden, sodass morgen mit dem Herstellen der Steine begonnen werden kann.

Ähnlich wie in der Northbank mussten wir uns nach dem Verlassen der Hauptstraße mit unserem Auto durchs Dickicht, über große Bodenwellen und Pfützen kämpfen. Als wir aufsetzen und nicht mehr weiterfahren konnten, sprang ich raus zum Anschieben und war froh, dass ich meine erste freilebende afrikanische Schlange erst zu Gesicht bekam, nachdem ich bereits wieder im Wagen saß.

Der Blick vom Feldweg auf die Erdnussfarmen.

In Makasutu zeigte uns ein Guide die Baumvielfalt und erklärte die Wirksamkeit deren Blätter, sodass eigentlich nie jemand mehr Potenzprobleme, Bluthochdruck oder Magenschmerzen haben müsste. Bei letzterem bin ich natürlich aufmerksam gewesen, bleibe aber skeptisch, da zudem jedes Extrakt noch die bösen Geister vertreiben soll. Unsere Medizin beruht ursprünglich ja auch auf Naturheilkunde, dennoch leiste ich mir momentan keine Experimente. Trotzdem konnte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, den Makasutu Tree (= den heiligen Baum) zu umarmen. Es heißt, der Geist und die Kraft des Baumes geht in den Menschen über und führt zur Erfüllung dessen Wünsche. Da ich gerade einige auf Lager hatte, wurde es innig.

Und ja, ich weiß, ich sehe aus wie ein typischer Almann. Macht aber nichts, so lief ich nicht in jedes Spinnennetz. Unser Guide stellte uns Naturzahnbürsten aus einem bestimmten Ast her. Neben Bambus, Eykalyptus, Kokos- und Palmölpalmen gab es einen Baum, mit dessen Sekret Klebstoff hergestellt wird oder einer, dessen verharzte Rinde natürlicher Weihrauch ist. Auf den Spuren eines Varans folgten wir dem Guide bis zu einer Einsiedlerhütte, in der, falls nach der Pandemie genügend Touristen kommen, ein Erimit haust, der den Menschen aus den Händen liest.

Es ist momentan sehr undankbar zu reisen, weil man vieles nicht erleben kann und speziell in diesem armen Land kein Geld zur Instandhaltung der eigentlich schönen Anlage vorhanden ist. So war auch der dortige Handwerkermarkt verwaist und teils zerfallen, wo sich normalerweise reges Treiben abspielt, Touristen die Zeit und ein leckeres Essen genießen.

Neben afrikanischen Holzschnitten habe ich letztlich auch ein in meine. Augen „trauriges Mädchen“ (vgl. Mainzer Straßenkunst) gefunden, ein Sinnbild für diesen Ort und die missliche Lage, in der sich die vom Tourismus abhängigen Menschen befinden.

Die versprochenen Affen haben wir zwar nicht gesehen, aber uns dafür unser eigenes kleines Highlight auf einer Kanutour durch die Mangroven geschaffen. Kurzerhand habe ich mir als Gondoliere das Paddel vom Guide geschnappt und das Rudern übernommen. Den Wendepunkt haben wir dann „aus Versehen“ verpasst, weil ich noch bis zur Austernfarm rudern wollte. Dies war eher eine Austerschalensandbank, da, obwohl Austern gerade an den Mangroven wachsen, die Saison zum Ernten erst im Dezember beginnt. Aufgrund des etwas längeren Weges konnten wir dafür eine heimische Krabbenfischerin entdecken und deckten uns mit Krabben für das Abendessen ein, welches wir uns bei Buba im Solomons zubereiten ließen.

Hello Mr. Crabs!
Vorher-
Nachherbild!

Erneut musste dann ein trauriges Kapitel geschehen. Beim Dinner im Strandrestaurant bemerkten wir eine Ansammlung auf das Meer starrender Gambier. Uns schwante Böses, welches sich leider bewahrheitet hat. Schon wieder hat ein Mensch die Kraft des Wassers, den unter der Oberfläche herrschende Sog, der einen ganz schnell weg vom Ufer reißen kann, unterschätzt. Die Angehörigen konnten nur noch warten, ob die Flut den Körper nochmal freigibt. Es fehlt eindeutig an Aufklärung, Warnung, ausgebildeten Lifeguards und Schwimmunterricht.

Nichts desto trotz möchte ich den Tagesbericht mit weiteren Dankesworten an alle namentlich bekannten neuen Spendern für unser Schulküchenprojekt in Prince schließen. Tausend Dank für eure Unterstützung Steffi und Chrissi, Angelika und Pit, Helmut und Burga, allerbeste Muddi. Danke, für euer großes Herz. Ihr helft mit, das Leben hier etwas besser zu machen.

Gambia – 28.09.2021 wichtiger Aufruf

Wir brauchen eure Hilfe. Die von uns besichtigte Küche in Prince (Northbank, Gambia) ist durch den letzten Sturm immens zerstört worden, nun einsturzgefährdet und muss abgerissen werden.

Für die meisten Kinder fällt somit die einzige Mahlzeit am Tag weg. Der überall in der Northbank um sich greifende Hunger beherrscht dort das Leben, schürt Existenzängste und hindert die Schulkinder an einem erfolgreichen Lernen. Das wollen wir, die Mitglieder von Hand in Hand for the Gambia e.V. zusammen mit dem Family-Health-Projects e.V. (professioneller Ziegelofenbau), ändern. Unser Team ist gerade vor Ort und steht in den Startlöchern. Eine Kostenkalkulation ist erfolgt, die Baupläne stehen, das Startkapital stelle ich zur Verfügung. Allerdings sind wir zur kompletten Realisierung auf eure finanzielle Unterstützung angewiesen. Bitte spendet auf folgendes Konto:

Kontoinhaber: Family-Health-Projects e.V.

Kontonummer: DE11 5519 0000 0112 8140 17

Kreditinstitut: Mainzer Volksbank

Verwendungszweck: Schulküche Prince

Jede Spende für den guten Zweck zählt und bitte teilt diesen Beitrag auf allen öffentlichen Kanälen und durch Mundpropaganda.

Wir sind euch unglaublich und von Herzen dankbar, für jedwede Unterstützung.

Gambia – 25.09. – 27.09.2021

25.09.2021 – Meine Magen-Darmprobleme hielten immer noch an, weswegen ich mich entschied die Northbank zu verlassen und auf den Kombo nach Senegambia zurück zu kehren. Bevor ich Barra erreichte, kaufte ich noch die versprochenen Säcke Zwiebeln und brachte sie Fatou und Rohey. Dabei ließ ich es mir nicht nehmen, mich nach Mr. Tobi und KKR zu erkundigen. Ihnen geht’s noch gut;)

In Banjul holte mich Sam von der Fähre ab und brachte mich gut „heim“ ins Patta Patta. Ich konnte mein vorheriges Zimmer beziehen und freute mich sehr auf etwas mehr Komfort und vor allem keine Tiere mehr, die um mich herumwuseln. Als erstes nahm ich eine Grundreinigung vor und musste dabei einen stattlichen Gecko am Bett entdecken. Von daher habe ich mir auf eigene Faust ein neues Zimmer hier besorgt und aus allen anderen unbesetzten Räumen (Die Schlüssel steckten in der Tür) mir Notwendiges (Seife, Handtuch, Müllkorb, Stuhl als Ablage, Badezimmermatte, Rolli für Wäsche) zusammen gesucht und habe eine Dusche genossen, sodass ich mich endlich wieder wohl fühlte. Der Tag sollte fortan dem Entspannen dienen. So bin ich im Anschluss im aufkommenden Regen die 200 Meter zu Solomons Beach Bar & Restaurant gegangen, um mir mal etwas anderes als Reis, Brot und Hühnchen zu gönnen. Gerade als ich meine Spaghetti Bolognese und einen Tee geordert hatte, schlug vier Meter vor mir der Blitz ein. Splitter zweier Palmen schossen mir entgegen, meine Ohren dröhnten und das Chaos war groß. Allen im Restaurant war die Angst ins Gesicht geschrieben. Nach einer Weile schaute ich an meinem Lieblingsplatz Tisch Nummer 4, der direkt zwischen den Palmen normalerweise einen herrlichen Blick auf das offene Meer bietet, nach und stellte fest, dass ich völlig im Zentrum des Einschlages saß. Rechts und links von meinem Sitzplatz lagen auf der Sitzbank Holzsplitter und Sand. Später erkannten wir, dass der Blitz in einen Draht, geschwungen um eine Palme, ohne Funktion und Erdung einschlug und teilweise ebenso abgerissen wurde, sich sogar von gebogen zu kerzengerade verformte. Das war schon heavy. Glücklicherweise sind alle mit dem Schrecken und einem Stromausfall davongekommen.

Nach dem Schrecken kam der Tee zum Beruhigen ganz recht. Daraufhin hatte ich eine nette Unterhaltung mit Ismaila, ein nach Wilhelmshaven ausgewanderter Gamber, der nun wieder zurückgekehrt ist, um sein Wissen weiterzugeben, damit Landwirtschaft ertragreicher betrieben werden kann. Zudem lehrt er an einer Art Berufsschule das Elektrikerhandwerk und hat mich eingeladen, den Ausbildungsbetrieb einmal zu besuchen, was ich dankend annahm. Er will Hilfe zur Selbsthilfe betreiben, weil in, man muss es so sagen, diesem korrupten Land, die Regierung nur schaut, dass sie Ende des Jahres wieder gewählt wird und jeder in seine eigene Tasche arbeitet und sehr gerne die Hand aufhält. Dies verdeutlichte mir auch ein Deutscher, der schon länger im Patta Patta wohnt und u. a. als Berater des Verteidigunhsministers dient.

Den Abend konnte ich mit Susanne, Bakary, Sonja und Solomon genießen. Eigentlich wollte ich mal abschalten und nicht über die Ereignisse und Erlebnisse der letzten Tage berichten, kam aber nicht darum herum. Ansonsten war es ein sehr schönes Zusammensein bis spät in die Nacht.

So gehen meine lieben Grüße auch an die komplette Gruppe. Ihr habt mir einen tollen Empfang zurück bereitet.

26.09.2021 – Es war tatsächlich die erste Nacht, in der ich durchschlafen konnte. Endlich :). Die Medikamenteneinnahme habe ich nun umgestellt, mal schauen, ob es hilft. Ich werde sicherlich noch lange vorsichtig sein, was ich zu mir nehme. Der Tag stand ganz im Sinne des Regenerierens und Entspannens, ist ja schließlich auch Sonntag. So habe ich mich mit einem guten Buch auf die Veranda setzen können, bevor ich mich mit Bakary und Solomon zum Fußball schauen in Sambas Kitchen traf. Danach schlenderten wir zum Strand, wo wir in der „Happy Corner“ mit ein paar Rastas chillten und Reggae hörten. Vorm Sonnenuntergang ließ ich mir es nicht nehmen, erneut ins angenehm warme Wasser zu springen und mir die letzten Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen zu lassen.

Meine allerliebsten Sundownergrüße möchte ich meiner Liebsten senden. Danke für deinen Zuspruch, deine Fürsorge und Zuneigung, die du mir auch aus der Ferne spendest.

27.09.2021 – Merklich erging es mir an diesem Montagmorgen besser und um mein Wohlfühlgefühl noch zu steigern, setzte ich mich nach dem Frühstück an den fast Menschen leeren Strand, hörte dem Brechen der Wellen zu und genoss den Blick auf den weiten Ozean, bis ich mir eine Abkühlung darin gönnte. Etwas später startete ich mit John Streleckys „Safari in Afrika“, der auf „Das Cafe am Rande der Welt“ geschrieben hat. Es handelt von einem jungen Auswanderer, der in Afrika ursprünglich nur die Big Five (Löwen, Leoparden, Nashörner, Büffel und Elefanten) sucht, dabei allerdings auch seine Big Five Lebenslehren/Lebensziele kennen lernen wird. Ich bin gespannt wie es weitergeht und nochmals vielen Dank Steffi für diese tolle Reiselektüre. Dennoch musste ich zwischen dem Lesen das ein oder andere Mal vom Buch aufsehen, weil eine herrenlose Kuhherde einen Strandspaziergang tätigte oder eine Rotte Geier vorbeihüpfte. Noch nicht ganz die Big Five, aber immerhin:).

Um irgendwann einen PCR-Test für den nächsten Flug machen zu können, bzw. zu wissen, wie das abläuft, begleitete ich Sonja, die morgen testen wird und am Mittwoch zurück fliegt, zur Ecobank, auf die man die Gebühr einzahlen muss, damit man eine Bescheinigung für die Teststation und somit eine Testung bekommt. Über den Umweg über die Bank will man verhindern, dass die Tester sich bestechen lassen. Online geht allerdings nichts, sodass die zahlreich warteten Kunden eine sehr große Warteschlange bildeten. Unser Taxifahrer machte den Vorschlag, weil wir uns eigentlich unter Zeitdruck wähnten, den Securitymann zu schmieren, um schneller dran zu kommen, da dieser gerne die Hand aufhält, sodass Sonjas Anliegen schnell bearbeitet wurde! So funktioniert es also. Traurig, als ob zum Vergleich unsere Zweiklassengesellschaft im deutschen Gesundheitswesen nicht schon unfair genug wäre, geht hier alles besser mit dem nötigen Kleingeld. Wir wollten um 12 Uhr wieder in der Unterkunft sein. Ein Bekannter von Sonja sollte uns abholen und uns mit Soloman, Bakary und Sonja zum Mandarini River für eine Kanufahrt durch die Mangroven und den Besuch einer Eco Lodge zu fahren. Der ließ Stunden ohne Rückmeldung auf sich warten, wodurch wir etwas enttäuscht umdisponierten. Während Sonja und Solomon zum Fußball gingen, suchten wir andere uns einen Skipper, der uns morgen Früh mit zum Hochseefischen nimmt. Bis wir einen gefunden hatten, meldete sich der Hunger und ich lud Susanne und Bakary ins Poco Loco ein. Auf dem Heimweg entschlossen wir uns noch auf einen Stopp in Solomons Beach Bar und ließen den Abend ausklingen.

Herzliche Sundownergrüße möchte ich Daniel, Kerstin und dem kleinen Anton da lassen. Der Bite-away-Stick ist mein täglicher bzw. nächtlicher Helfer. Danke für eure Reisetipps.

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