03.08.2021 – Heute, nach einem morgendlichen Strandausflug, diesmal ohne Umweg ausgecheckt bei Masa in Dubrovnik und über Herzog Novi nach Montenegro mit kurzem Stop und der Autofähre nach Tivat übersetzt und einen Chilligen im Hippi-Hostel Anton mit netten Bekanntschaften gemacht.





Die Sundowner-Grüße gehen heute an alle große Buwe aus Hääschde.

04.08.2021 – Nach relaxtem Frühstück fuhren wir in den Nationalpark Lovcen und quälten unseren noch fahrbaren Untersatz 23 abenteuerliche Serpentinen den Berg auf einer Panoramaroute hoch. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick über die Region.


Leider haben wir dann auch mal kräftig aufgesetzt. Die Straßen sind teilweise eher Teerkleckse oder Schotterpisten. Bei extremer Kurvenlage schleift dann auch mal irgendwas – aber was? Die Reifen werden schon sehr gefordert. Insofern würde ich persönlich auf einen Werkstattbesuch während der Montenegro-Etappe tippen. Und ihr? Wie auch immer, da hatte sich auch unser Auto mal eine Schattenpause verdient, bis es nach Cetinje ging.

In Cetinje, dem Metropolitensitz von Montenegro, besuchten wir ein christlich-orthodoxes Kloster, indem eine Reliquie (seine Hand) von Johannes dem Täufer ausgestellt wird. Ein sehr andächtiger Ort.

Direkt neben dem Kloster befindet sich die Grabeskapelle von Nikolai I und Milena, dem 1. Königspaar des Landes.

Auf der Weiterfahrt mussten wir auf einer weiteren Panoramaroute 36 unbeleuchtete Tunnel, an denen an jedem die Telefonnummer eines Abschleppdienstes angesprüht war, durchfahren. Die Straßenseiten waren aber auch gesäumt von alten, kaputten Rostlauben, aus denen man sich dann hätte Ersatzteile abschrauben können. Hier fahren immerhin noch VW Käfer und auch tausende 1er und 2er Golf. Zudem haben wir auf der Strecke einen Wolf und leider auch zwei kleine Waldbrände gesehen. Unser heutiges Etappenende war das Hotel Dulovic in …

Meine Sundowner-Grüße gehen heute an die komplette Schulgemeinschaft der Kanonikus-Kir-Realschule Plus FOS Mainz Gonsenheim.

05.08.2021 – Im Hotel gab es erstmal Omelettes zum Frühstück. Nach dem Check-Out fuhren wir zum nahegelegenen Nationalpark Biogradsko, der in Montenegro die größte Artenvielfalt von Flora und Fauna aufweist und außerdem einer der größten Urwälder Europas ist. Es folgte unsere erste Bergtour mit herrlicher Aussicht auf den Biogradsko Jezera (einer von drei Bergseen). Zum Gletschersee konnten wir leider nicht mehr wandern, da ein Gewitter im Anzug war und wir schleunigst wieder unten und den Park aufgrund herabstürzender Äste und umknickender Bäume verlassen mussten.




Das hieß für uns auch, dass wir in diesem Nationalpark keine Übernachtung vornehmen konnten und unseren Trip zum Nationalpark Durmitor fortführten und dort…

unser Zelt aufschlugen. Einen Sundowner gibts heute nicht, da es zum erstenmal auf der gesamten Reise sehr trüb und etwas regnerisch ist.
06.08.2021 – Nach dem Frühstück haben wir uns nach einem guten Wanderweg übers Hochmoor zu drei Seen im Durmitor NP erkundigt. Eine Einheimische fragte uns zuerst, aus welchem Land wir kämen. Nach wahrheitsgemäßer Antwort meinte sie auf Englisch, folgt dem Weg und haltet euch rechts und ergänzte: „Germans. You can’t get lost. Don’t do it like the French.“


Am Zminje Jezero (= Schlangensee) haben wir zwar keine Schlangen gesehen, mussten aber unweigerlich an Bob Ross denken: „It is not a misstake. It’s just a happy picture.“



Über den historischen Mühlenweg marschierten wir zum Jezero Crno und haben uns erstmal eine Abkühlung mit Fischpeeling gegönnt.


Überanstrengt haben wir uns bei 15 Kilometer wandern heute nicht.

Am See haben wir uns noch eine traditionelle Lammsuppe gekostet, wohlwissend, dass wir noch grillen wollen. Als wir dann um einiges später aus dem Supermarkt mit unserem Grillgut kamen, hat es dann tatsächlich doch geschifft, wie … in Deutschland;), auf der Reise allerdings so noch nie. Glücklicherweise konnten wir direkt ein Taxi zum Zeltplatz abgreifen und haben halt mal Indoor-Grillen praktiziert.

Hatte auch was für sich und nach dem Schutt von oben hat sich die Natur um uns rum wieder von ihrer prachtvollen Seite gezeigt.

Somit gibt es vom Kamp Ivan Do wieder Sundowner-Grüße. Heute ein paar mehr, da es hier auf 1300 Meter erneut schweinekalt nachts wird, mit montenegrinischer Volkklore im Hintergund unseres Zeltes und unter glasklarem Sternenhimmel dieses Mal an alle Hääschdner Päädler. Wer früher im Zeltlager in der Eifel war, weiß warum.
07.08.2021 – Zwar sind wir heute wieder auf einem Bergpass Richtung Grenzübergang nach Sarajevo unterwegs und haben nun wirklich alle Panoramarouten Montenegros befahren. Das Abenteuerlichste war allerdings nach dem Check-Out vom Kamp Ivan Do, welches eben genau am Eingang des Nationalparks liegt, das zentimeterweise Hinausmanövrieren zwischen parkenden Autos, drängenden Bikern, Motorrädern, Familien mit Kinderwagen und massigem Gegenverkehr ohne Ausweichmöglichkeit auf beiden engen Spuren. Ohne gutes Herausleiten durch Frank wären wir sicherlich kollidiert. Die 2500 Kilometer sind dennoch nun mehr als voll und ich lade alle nochmal ein, an meinem Tippspiel (siehe Menü) für den guten Zweck teilzunehmen. Unsere Patenkinder von Hand in Hand for the Gambia e.V. werden mit jedem Tipp unterstützt und gefördert.



Am späten Nachmittag haben wir unser Ziel für die nächsten zwei Übernachtungen erreicht – das Waterfall Rafting Center direkt am Fluss gelegen. Das Motto lautet: Absolutes Füße hochlegen, bis morgen Wassersport ansteht, ist Pflicht.



Statt Sundowner- gibts heute Campfiregrüße an alle meine reisefreudigen Globetrotter.
08.08.2021 – Nach ausgiebigem Frühstück mit traditioneller Kost (u. a. so etwas wie frittierte Dampfnudeln) startete unser Transfer zu einer Rafting-Tour. Dabei durften wir den Tara-Fluss 3 Stunden lang 18 Kilometer stromabwärts mit unzähligen Stromschnellen bepaddeln – ständig das „Go, go, go!“ des angetrunkenen Tourguides im Nacken. Auch das ist hier so Sitte. Bei 3 Grad Celsius konnte man sich zwischenzeitlich ein kurzes Bad oder an der Strandbar ein Kühles von innen gönnen. Alles in allem hat es großen Spaß gemacht.







Und ja, diese überaus stabile, vertrauenserweckende, hochmoderne Holzbrücke ist eine gut befahrene und belaufene Grenze zu Bosnien-Herzegowina. Da können sich die Mainzer und Wiesbadener in Sachen Brückenbau und -wartung eine dicke Scheibe abschneiden;)
Den Abend lassen wir mit lecker Moussaka unter glasklarem Sternenhimmel (samt Sternschnuppen) ausklingen und zocken e bissel. Grüße gehen heute, gemäß der Tagesaktivität, an alle Ardeche-Fahrer.
09.08.2021 – Leaving Montenegro mit nächstem Stop Sarajevo in Bosnien-Herzegowina.
































































































































