19.03.2022 – Die Anreise nach Cusco gestaltete sich alles andere als komfortabel. Ich muss nun die bisher schlechteste Bustour von Arequipa nach Puno revidieren und es als „bescheidenes Fahrerlebnis“ mit der Firma „Transleza“ bezeichnen, da das Busunternehmen „Libertad Cama“ bravourös zeigte, wie man nochmal einen draufsetzen kann: Unfreundlich am Schalter, zuerst kein Gepäck aufnehmen wollen und später kein Gepäckticket ausstellen wollen. Da habe ich dennoch drauf beharrt. Bei der Gepäckverladung durfte ich feststellen, dass die halbe Alabama – Wüste im Laderaum verstreut lag und bat um den Besen, nachdem der Mitarbeiter lustlos und semiprofessionel ans Werk ging. Im Bus gab es natürlich trotz Angabe kein WLAN. Das war noch das Geringste, was ich erwartet hatte, aber dass weder Seife (Der leere Seifenhalter war eine aufgeschnittene umgedreht befestigte Plastikflasche!), noch Tücher oder Desinfektionsmittel in der schäbigen Toilette vorhanden waren, lieferte mir eine geraume Vorahnung, wie es weitergehen könnte. Vorhänge und Sitze waren durchlöchert, sodass mein Handy einmal sogar in letzterem verschwand. Ich musste es aus einem Loch in der Lehne herauspicken und stieß dabei auf Allerlei Unrat. In Juliaca, bis dahin war ich alleine in der unteren Etage, wurde ein Stop eingelegt und der Bus war gerammelt voll. Ich glaube, ich habe so ziemlich jeden um mich herum auf die Maskenpflicht, welche auf einem halb abgerissenen Blatt ausgeschildert war, hingewiesen. Um den unzähligen laut gestellten Handys, auf denen spanische Soaps liefen, entgegen zu wirken, habe ich einen Podcast angeschaltet, damit die Peruaner mal in den Genuss von Jürgen von der Lippes „Nudel im Wind“ kommen. Als dann langsam die Umgebungsgeräusche abnahmen, schaltete ich mein Handy ebenso aus und dachte, dass ich eine Mütze Schlaf nehmen könnte. Weit gefehlt, es dauerte über eine Stunde, bis wir aus Juliaca heraus und etwas in Fahrt kamen, da noch getankt werden musste und alle Straße eine Maiskolben-, Trutcha- oder Hühnchenverkäuferin zu- und wieder ausstieg. Und dieses Spielchen wiederholte sich in jedem Kaff. Es war nötig, das Fenster aufzureißen. Die den Treppenaufstieg, das Klo und das untere Abteil abtrennende Tür flog ständig von alleine auf und knallte gegen meinen Sitz. Also war nix mit ausruhen, weshalb ich mir einen satirischen Krimi: „Tote essen keinen Döner“ von Osman Engin vornahm. Die Anreise verging trotzdem nicht wie im Flug. 9 Stunden saß ich mir den Hintern in dem rollenden Mülleimer platt, was mir weder dieser noch mein Rücken dankten. Leider gab es keine Alternative zu „Libertad Cama“, sofern ich nicht an einem anderen Tag weiterreisen wollte.
Völlig platt und hungrig bin ich im „Cusco City Gold Hospedaje“ angekommen, checkte ein und machte mich auf die Suche nach etwas Essbarem und Touren für die nächsten Tage. Dafür klapperte ich einige Companys ab, musste der Bank einen Besuch abstatten, gönnte mir eine Empanada und buchte anschließend das Folgeprogramm bis Donnerstag, bevor ich endlich zum Essen kam. Danach musste ich in meiner Unterkunft mal wieder Nadel und Faden schwingen, um manche meiner Klamotten zusammen zu halten. So langsam können sich meine Nähkünste echt sehen lassen.
Mehr nervenaufreibend als aufregend war es somit und meine Grüße gehen an Morle.
20.03.2022 – In der Früh stieg ich ins Shuttle nach Muray. Auf dem Weg wurde bei einer Gemeinschaft gehalten, die erklärten, wie man geschorene Alpakawolle mit einer Wurzel, dem so bezeichneten Inkashampoo, rein wäscht, nach dem Trocknen auf die Spindel zurrt und zu feiner Wolle dreht. Später kann die Wolle mit natürlichen Materialien, wie zerdrückten Läusen, verschiedenen Wurzeln, Pflanzen und Erden eingefärbt werden, bevor sie mittels eines Webstuhls zu Kleidung verarbeitet wird.

Dort lernte ich auch Steffi und Steffi aus Nürnberg kennen. Der Kleinbus brachte uns dann zum eigentlichen ersten Ziel – Muray, einer experimentellen Anlage aus der Inkazeit zur möglichst effektiven Bewirtschaftung des Bodens. Die Inkas legten Terrassen auf mehreren Ebenen an und testeten aus, welches Anbauprodukt auf welcher Höhe am besten wächst und den meisten Ertrag ergibt. In der größten von vier Terrassenanlagen herrscht ein Höhenunterschied von 12 Metern und von unten nach oben ein Temperaturunterschied von 15 Grad, wobei auch von Terrasse zu Terrasse, je nach Tageszeit, eine Differenz von 3 Grad herrschen kann. Somit bildet jede Ebene ihr eigenes Mikroklima. Neben den wirklich unglaublich gut schmeckenden unzähligen peruanischen Kartoffelsorten, pflanzten die Inkas u. a. Quinoa, Mais, Yaka oder Koka an.

Die Landschaft ist zudem einfach herrlich. Gigantische Berge, tiefe Täler, weite Felder und sattes Grün, wohin man sah. Ich kam aus dem aus dem Fenster Glotzen und Staunen auf der Weiterfahrt nach Maras nicht mehr heraus. Klaro folgte ein weiterer Stopp vorm Erreichen der Salinen in Marasal. Uns wurde eine Präsentation und Verkostung von Salzprodukten zu Teil. Der Nachteil der Regenzeit wurde an den Salinen sichtbar – keine Saison. Zwar fließt in Marasal ein Bergbach ins Kanalsystem für die über 3000 Salzabbaubecken, jedoch werden sie gerade nicht mit dem salzhaltigen Wasser gespeist. Es hätte aufgrund des vielen Süßwasserregens nicht viel Wert. Deshalb hatten die Salinen auch nicht ihre typische rosa bis rote Färbung. Dennoch war der Anblick beeindruckend. Zu jedem Salzpool fließt quasi ein „Bächle“, welches das Mineral mitschwemmt und dieses sich dort absetzt und austrocknet, wodurch sich die Salzkristalle bilden und abgeerntet werden können. Dies erledigen über 3000 Familien, da jede Familie nur ein Salzbecken besitzen darf. Es ist absolut legitim, sich zu fragen, wieso es möglich ist, dass aus den Bergen Salz in die Salinen gespeist werden kann. Ganz genau konnte dies bisher nicht festgestellt werden, so ist die glaubhafteste Theorie, dass die ursprüngliche Süßwasserquelle unterwegs salzhaltige Mineralien passiert und das Salz mitschwemmt.

Sodann ging es zurück nach Cusco, wo ich mit den Steffis bei Kaffee und Empanadas zusammen saß, bevor ich ins Regionalmuseum vom Cusco ging. Am Eingang erklärte man mir, es sei nicht erlaubt, Fotos zu machen. Ich zeigte meinen Lehrerausweis vor und erhielt eine Extrawurst. Neben dem „Okay!“ unter Aufsicht fotografieren zu dürfen, gab mir Franco eine sehr interessante Einzelführung und beantwortete alle meine Fragen. Man sah, dass zwei Historiker ziemlich Spaß am geschichtlich – kulturellen Austausch hatten. Somit bekam ich das Privileg sogar den größten Schatz der Inkas ablichten zu dürfen: „Placa del Sol“, die Medaille und das Machtsymbol des obersten Inkaherrschers.

Da fühlte ich mich geehrt und darauffolgend motiviert, den elfeckigen Mauerstein an einer ehemaligen Herrschervilla der letzten Inkas in Cusco zu suchen. Gehalten wird das Mauerwerk nur durch die passgenaue Berabeitung der Steine – eine hohe Kunst.

Es ging weiter durch die wirklich wunderschöne Altstadt zu einem Aquädukt, zum Abendessen und zurück in die Unterkunft, wo ich meine Sachen packen und umpacken musste. Morgen geht es mit leichtem Gepäck ins „Sacred Valley“ mit Übernachtung und zum Machu Picchu am Folgetag.
Meine lieben Grüße gehen heute an alle mir bekannten Steffis und das sind ein paar;).
21.03.2022 – Ich halte mich heute mal etwas kürzer, da ich morgen sehr früh raus muss und sich manche Informationen zu den archäologischen Plätzen sonst doppeln würde.
Von Cousco aus ging es um 7:45 Uhr mit dem Shuttle Richtung Pisaq. Natürlich nicht ohne unterwegs mal wieder bei einem Handwerksmarkt zu halten und Alpakas zu streicheln. Der nächste Stop war an einem Aussichtspunkt (Taray) über das „Sacred Valley“, das heilige Tal der Inkas. Den Namen erhielt das Tal durch die enorme Fruchtbarkeit, sodass hier Perus Kornkammer entstand. Die Körner der Maiskolben sind echt groß (= ca. 2,5 cm im Durchmesser). Zudem fließt dort der aus der Quechua – Sprache übersetzte „Heilige Fluss“. Am Fuße der Berge befindet sich Pisaq, die „Silberstadt“, ein Mekka für Metallverhüttung, Gold- und Silberschmiede und die Edelsteinverarbeitung – quasi das Idar – Oberstein Perus.

Im Anschluss besichtigte ich die archäologische Stätte von Pisaq, welche sich über 2000 Quadratmeter erstreckt und aus der Prä – Inka – Zeit stammt. Sie gliedert sich in einen religiösen Distrikt. Eine Militäranlage und das Wohngebiet, in dem 500 Menschen lebten, sowie den unzähligen Terrassen für die Landwirtschaft. Die Inkas hier haben die Erkenntnisse aus den experimentellen Terrassen von Moray verwendet, um ihre Agrarprodukte anzupflanzen (s. 20.03.2022). Weiterhin finden sich über 3000 Höhlen, die als Gräber genutzt wurden. Die Toten wurden dabei mumifiziert und in fötaler Position bestattet.



Zum Mittagessen gab es Buffet und ich habe geschlemmt, schließlich gab es mal Salat und Gemüse. Danach raste die Zeit, sodass für die Tempelanlage „Ollantatambo“ zu wenig Möglichkeit bestand, richtig in die Vergangenheit einzutauchen. Der Tourguide erklärte um einiges mehr in Spanisch als in Englisch und auch sonst war gerade Hochbetrieb.



Dennoch war es überaus beeindruckend, was die Menschen damals geleistet haben, welch eine große architektonische Meisterleistung, die unter unglaublichen Mühen und menschlichem Kraftaufwand vollbracht werden musste.
Inmitten der Tour musste ich mich von der Gruppe verabschieden, um noch ein bisschen mehr zu sehen und pünktlich an die Zugstation in Ollantaytambo zu kommen. Mit dem Inka – Train ging es 1 Stunde 40 Minuten durch malerische Landschaft am Fluss entlang nach Machu Picchu Pueblo. Ich teilte mir dabei ein Abteil mit Nils und Katharina aus Hamburg. Sie waren gute Gesprächspartner und können mich künftig auf dem Laufenden halten was Ecuador angeht, da sie schon etwas früher als ich auf die Galapagos Inseln aufbrechen werden. An der Bahnstation wurde ich in Empfang genommen und ins „Illary Inn Hotel“ gebracht. Mithilfe meines Guides Ederth, der mir Instruktionen für die Tour zum Machu Picchu gab, konnte ich den Aufstieg für den Machu Picchu Mountain noch nachbuchen. Hier gab es bei der Erstbuchung ein Missverständnis mit der Reiseagentur. Ich wäre wirklich sehr enttäuscht gewesen, wenn ich den Hike morgen auf den Gipfel des Berges nicht hätte angehen können. Es war seit langem ein Traum von mir.
Abends spazierte ich etwas durch den Ort, versorgte mich für die Wanderung und aß beim Mexikaner. Lieb grüßen möchte ich an dieser Stelle Caro.
22.03.2022 – Heute sollte mein Kindheitstraum in Erfüllung gehen. Einmal auf den Machu Picchu und auf die gigantische heilige Inkasiedlung herunterblicken und die Energie des Ortes aufnehmen. Die Vorzeichen dazu standen, jedoch nicht besonders gut. Ein Ticket, um auf den Berg Wayna Picchu zu gelangen, von wo aus man den beeindruckendsten Blick hat, war nicht möglich, da alle Zeiträume dafür ausgebucht waren. Dann musste ich gestern erfahren, dass die Dame im Reisebüro von Sonia Travel mir die Bergbesteigung des Machu Picchu Mountain nicht dazu gebucht hatte. Also musste ich für einen sehr teuren Aufpreis ein weiteres Ticket, welches immerhin noch den 3. von insgesamt 4 Rundwegen in der archäologischen Anlage beinhaltet, dafür kaufen. Mit Ausschlafen war nichts, da ich schon ein bisschen aufgeregt war. Ich musste morgens um 6 Uhr zum Bus, der mich zum Haupteingang brachte. Eingecheckt habe ich dort 35 Minuten später und um 6:45 Uhr musste ich mich am nächsten Eingang zur Bergbesteiung ins „Goldene Buch“ eintragen. Ich sah, dass ich mal wieder der Erste für den heutigen Tag war und konnte dem abgewinnen, dass ich wahrscheinlich auch zuerst oben sein werde und den Moment für mich genießen könnte. Veranschlagt waren 2 Stunden Wegzeit. Guten Schrittes machte ich mich auf und nahm die unzähligen Jahrhunderte alten Stufen in Angriff. Meine Sicht war begrenzt, da es sehr trüb war. So dachte ich zumindest, hetzen brauchst du nicht und wenn du oben bist, haben sich Nebel und Wolken verzogen.

Die Angstrengung stand mir schnell im Gesicht, der Schweiß triefte und dann wurde ich auch noch von außen nass, weshalb mein Poncho zum Einsatz kam. Als ich ungefähr die Hälfte des Aufstieges hinter mich gebracht hatte, hatte ich eine Begegnung der besonderen und vor allem nicht erwarteten Art. Nachdem ich eine Weile lief und dabei stets meine Füße und die unförmigen Steinstufen betrachtete, hielt ich inne, um zu verschnaufen und blickte die Stufen zur nächsten kleinen Plattform hinauf. Da sah ich einen braunschwarzen, runden, felligen Wollhintern, der alsgleich aus meinem Sichtfeld verschwand. Als ich noch darüber rätselte, ob es ein Schaf oder Alpaka sein könnte, tauchte das Tier auf den nächsten Stufen zur höher gelegen Plattform wieder auf. Erst traute ich meinen Augen nicht, bis ich mir sicher war – das war ein Bär. Uff. Gestern hatte sich mein Guide noch angeboten, mich beim Aufstieg für ein Heidengeld zu begleiten. Doch dachte ich, den Berg hochlaufen kann ich noch alleine. Wilde Tiere erwähnte er dabei nicht. Was tun in diesem Augenblick? Zwar tappste der Bär davon und war zügig um die Ecke gebogen, ohne von mir großartig Notiz zu nehmen, ihm auf die Pelle zu rücken, hielt ich dennoch für keine Gute Idee. So legte ich erstmal eine kurze Pause ein, damit sich der Abstand zwischen uns vergrößerte. Umkehren war keine Alternative. Ich wusste, dass man bei einer Begegnung mit einem Bären bloß nicht das Weite suche sollte. Erstens wäre er schneller und zweitens weckte man dadurch nur seinen Jagdtrieb. Geschätzt hatte ich es mit einem Jungtier zu tun und hoffte, dass es dazu keine beschützende Mutter gab. Im Falle des Falles müsste ich schauen, nicht dazwischen zu kommen, mich groß und breit zu machen, was mir nicht ganz so leicht fallen würde und laut und dominant aufzutreten. Meinen Poncho könnte ich nutzen, um mein Volumen zu verbreitern und mein 50er Sonnenspray würde ich Richtung Schnauze abfeuern. So lief ich im Anschlag damit, langsam und bedächtig weiter, spähte um jede Kurve und hielt nach Tatzenabdrücken Ausschau, welche ich vereinzelt fand. Bei einer größeren Plattform befand sich dann eine Inkaruine, welche hinter dem Dickicht herauslugte. Ein perfekter Platz für den Bären zum vom Wege Abbiegen und ausgezeichneter Unterschlupf. So hoffte ich, beruhigt weiter gehen zu können, als plötzlich ein Vögel aus dem Gebüsch herausschoss und an meinen Gesicht vorbei flog. Erneut: uff! Ich setzte meinen Weg fort und merkte, dass ich dem Bergrücken nicht mehr fern war.

Oben im Regen und gut durchnässt angekommen, suchte ich Schutz unter einem Unterstand und nahm einen Powerriegel und Wasser zu mir. Tatsächlich war sonst niemand da und ich wollte mich weiter aufmachen, um den Bergkam entlang zur Aussichtsplattform zu laufen. Nach 30 Metern war ich baff und etwas enttäuscht, sie schon erreicht zu haben. Ich war gerade mal eine Stunde unterwegs gewesen und hatte einen längeren Weg erwartet. Und wie ich sah, sah ich nichts. So ging ich zurück zum Unterstand, hing meine nassen Sachen auf, zog Ersatzwäsche an und harte der Dinge aus mit der Hoffnung auf besser Wetter. Nach einer Weile kam ein Pärchen aus Irland an und ich fragte sie, ob sie auch den Bären gesehen hätten. Sie verneinten, erwähnten nur ein Schild „Beware of the bears“ dazu, welches ich übersah und freuten sich für mich, was für ein Glück ich doch hätte!!! Irre, die Iren. Mit der Zeit fanden sich 10 bis später 20 Personen und ein Ranger mit Machete ein. Darunter waren auch Nils und Katharina mit denen ich ein schönes Schwätzchen halten und anfänglich noch das leichte Aufbrechen der Wolken und einen Regenbogen sehen konnte.

Die Hoffnung war geweckt und ich erkundigte mich bei dem Ranger auf unsere Chancen. Er war zuversichtlich, vertröstete uns auf eine halbe Stunde, sodass wir alle wie gespannt auf jede Wolkenbewegung achteten, mal eine Bergspitze in der Ferne aus den Wolken herausschauen sahen, und der Sonne noch mehr Power wünschten. Er bestätigte mir auch nochmal, dass es hier Braunbären gibt, meist aber auf der anderen Seite der Berge und ich mich glücklich schätzen darf, einen erblickt zu haben. Also habe ich das mal so angenommen. Er zeigte mir Bilder auf seinem Handy von einem Bären, den er gesichtet hatte und öffnete mir die Augen, dass es sich bei der Größe meines Exemplares nicht mehr um ein Junges handelte. So lange wenig zu erblicken war, freute ich mich, dass ich mein Teilziel der Bergbesteigung mit Bravour gemeistert hatte.

Nach 2 Stunden Warten machte sich die Nervosität bei Nils und Katharina breit und mein Zeitfenster wurde ebenso immer kleiner. Sie hatten eine geführte Tour gebucht, die um 11 Uhr startete und ich sollte um halb 12 am Haupteingang sein, um meinen Guide Ederth zu treffen. Am Eingang sagte mir die Frau an der Kasse, dass ich den Rundweg 3 in 30 Minuten laufen könne, weshalb ich dann ebenso um 11 Uhr unten sein wollte. Dennoch war es ein Hadern: Bleiben mit einer klitzekleinen Chance, die Inkaanlage vom Berg aus zu sehen oder den Dreierweg noch laufen zu können. Hatte ich den Aufstieg in einer Stunde geschafft, erhoffte ich mir in 30 Minuten unten zu sein. Der Ranger war auch nicht mehr zuversichtlich, weshalb ich mich nach 165 Minuten Hoffen aufmachte und wie sonst nur mein Kumpel Tom in Irrläufer – Manier den Berg runterjoggte. Bisweilen war es brenzlig, nicht wegzurutschen und bei den engen Stufen machte ich etwas langsamer. Nach rund 90 % des Weges rief mich mein Guide an. Er würde die Tour gerne vorverlegen und ich solle um 11 Uhr am Haupteingang sein. Wenig erfreut und mit dem Gedanken, dass ich den 3er – Rundgang nicht laufen kann, beeilte ich mich weiter. Wie von mir geschätzt, benötigte ich eine halbe Stunde. Jedoch klaute mir Ederth dann die Möglichkeit, eben diesen weiteren Rundweg zu gehen. Ich war angepisst. Den Rest der Gruppe hatte er mittlerweile einem anderen Guide mitgegeben und wir machten uns auf. Meine Stimmung war im Eimer. Bis dahin hat der Machu Picchu vieles von seinem Mythos bei mir eingebüßt. Nun waren wir zur Rush Hour unterwegs durch die Anlage. Es wimmelte von Menschen, die einfach nur auf Fotos für Instagram und Tiktok auswaren und an der Geschichte des Ortes kein wirkliches Interesse zeigten. Nun war ich in der Massenabfertigung angekommen, versuchte über Smalltalk die Stimmung zu kitten und bekam eine Einzelführung, bei der ich zumindest viele Fragen stellen konnte. Kurz nach dem klassischen Aussichtspunkt am Kopfe der Siedlung trat dann wieder Regen ein.

Ederth erklärte mir, dass sich die Besiedlung in zwei Bereiche trennte. Links wohnten die noblen und hohen Bürger, rechts das einfache Volk. Dort befand sich auch das industrielle und gewerbliche Viertel. In der Mitte gab es einen Paradeplatz, auf dem Zeremonien abgehalten und Feste, wie zum Beispiel die Sommersonnenwende, gefeiert wurden. Die Terrassen am Hang dienten der Feldwirtschaft. Man war hier autonom, stellte seine Werkzeuge selbst her, fertigte Keramiken, Textilien und Schmuck an. Über einen direkten, sich im Zentrum befindlichen Steinbruch brach man mittels Hammer und Bronzemeißel den Stein auseinander, bearbeitete ihn weiter bis zur gewünschten Passform und polierte ihn sogar, falls er für weltliche oder religiöse Gebäude bestimmt war. Bei der Bauweise setzte man auf das Schlüssel – Schloss – Prinzip. Alles musste passgenau zusammen abschließen und nahtlos verbaut werden. So konnte kein Erdbeben den Steinhäusern etwas anhaben. Es gibt ein ausgeklügeltes Wasserzisternensystem, welches Wohnungen und Terrassen mit Bergwasser versorgten. In Mond – und Sonnentempel fanden die rituellen Zeremonien statt. Menschenopfer waren nicht selten. Teils wurden sie mumifiziert und in fötaler Haltung sogar mit in eines der 32 Gräberkomplexe gegeben. Am Kondortempel brachte mir Ederth eine neue Erkenntnis, welche ich zuvor teils fehlerhaft festhielt und an dieser Stelle korrigieren möchte.


Die Schlange ist nicht das Symbol für die Tierwelt, sondern für Mutter Erde, „Patcha Mama“. Man glaubte an die Wiedergeburt und das Wandeln zwischen drei Welten: das Leben auf der Erde (Puma), der Übergang über die Berge (, weshalb die heiligen Stätten auch so weit oben errichtet wurden) in den Himmel (Kondor) und der Prozess der Reinkarnation über Mutter Erde (Schlange), also aus dem Boden hinaus in den Schoss der Frau, weshalb auch die fötale Position bei der Mumifizierung gewählt wurde.
An einem religiösen Stein, der die Silhouette des Berges dahinter besitzt, fanden Hochzeiten statt. Da die Berge als Treppe ins Jenseits gesehen und als heilig verehrt wurden, sollte dadurch auch der Bund der Ehe als heilig betrachtet werden. Die Ehepartner sollten das passende Gegenstück zueinander sein.
In unserer Arä leben noch circa 20 % der Peruaner den Glauben der Inkas aus und fühlen sich wiedergeboren als solche. Rund 80 % der Bevölkerung sind Katholiken. Sofern die Inkanachfahren Opfer erbringen möchten, brauchen sie dazu einen Schamamen, der einen Ritus auf einem Berg abhält. Spezielle Gebäude gibt es dafür nicht.
Nach der Führung, hatte ich noch ein wenig Zeit und schaffte es, mich nochmals einzuchecken und den 3er – Weg nicht ganz, aber etwas zu gehen. Hier war ich fast für mich und ließ den Ort noch etwas mehr auf mich wirken. Ich habe zudem etwas an Wissen mitgenommen, was mich sehr erfreute, und konnte somit dem Wetter und der anfänglichen Enttäuschung trotzen. Dennoch hatte ich andere Erwartungen.



Gegen 15 Uhr kam ich mit dem Bus wieder im Machu Picchu Pueblo an, machte mich soweit es ging in der Unterkunft frisch, aß endlich was und nahm den Nachmittagszug zurück nach Ollantaytambo. Sowohl im 360° – Panoramazug, als auch später im Shuttle nach Cusco saß ich zusammen mit Mike aus Österreich, der 3 Monate durch Südamerika reist, im Abteil bzw. einer Sitzreihe. Wir unterhielten uns prächtig über die 5 – stündige Rückreise.
Abends war ich natürlich geschafft und hatte zudem Magen- und Rückenprobleme, was mich weniger erfreute. Mehr jedoch, dass mir Abdel endlich einen Elektro – Heizkörper für mein Zimmer zur Verfügung stellte. Der war bitter notwendig.
Meine ganz lieben Grüße möchte ich an Nils und Katharina senden. Ich wünsche euch eine gute Weiterreise und eine tolle Zeit in Ecuador.

23.03.2022 – Mein Magen rumorte noch ziemlich, sodass ich meine Reiseapotheke schröpfte, viel Tee trank und mir Ruhe gönnte. Nachmittags trat ich einen Spaziergang durch das schöne Cusco an, traf kurz Mike, mit dem ich mich für abends verabredete und besuchte neben dem unspektakulären „Museo de Arte Contemporeano“ das angrenzende Schokoladenmuseum für eine kleine Verkostung. Schokolade ist ja schließlich auch Medizin. Daraufhin schlenderte ich über den Markt von San Pedro. Dort gab es wirklich alles für den Touristen oder die Locals: Kleidung, Nippes, Käse, Gewürze, Kräuter, Kokaprodukte, Obst, Gemüse, Fisch und neben Pferdeschbauzen ganze Rinderköpfe. Man konnte zusehen, wie Blutwurst gemacht wird und musste teils auch über das frische Blut am Boden waten. Das war schon ein bissel ekelhaft.

Abgeschreckt habe ich mich auf Reis und Gemüse beschränkt und mir eine Reisgemüse – Matschepampe gekocht, in der Hoffnung meinen Magen zu besänftigen. Leider hat es nicht mehr geklappt, sich mit Mike zu treffen. Es hat ununterbrochen aus Kübeln gegossen. Trotzdem oder gerade deswegen gehen meine Grüße heute an Mike.
24.03.2022 – Mir ging und geht es immer noch sehr bescheiden. Der Bauch rumorte, der Rücken schmerzte, in den Waden der Muskelkater des Todes und mein Tablettenkonsum überstieg die normale Nahrungszunahme. Über meine gut gefüllte Reiseapotheke war ich erneut froh und hoffe auf baldige Besserung. Zumindest durfte ich feststellen, dass ich meine Finger vom Unfall auf dem Schiff seit Anfang Januar zum ersten Mal wieder komplett schmerzfrei bewegen konnte. Ich entfernte mich somit zuerst nicht von meinem Domizil, außer zum Mittagstisch und nutzte den Vormittag, um mich mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften rumzuschlagen, da gestern Abend ein Systemfehler bei einer Buchung auftrat, keine Verifizierung meines Kaufes für eine Reise möglich war, ich es erneut probierte und das gleiche Problem abermals hatte. Daraufhin buchte ich Flüge und Unterkunft selbst, statt pauschal. Heute Morgen musste ich erfahren, dass eine Buchung vorliegt und ich somit zwei Reisen gebucht habe. Das kostete Nerven und gilt noch zu klären, bevor meine Reisekasse aufgebraucht sein wird. Zudem habe ich mich entschlossen, mein Auto, welches meine Reisezeit über bei meiner Tante steht, zu verkaufen und habe mit einem Vermittler gesprochen. Es ist einfach nicht mehr wirklich wirtschaftlich für meine Bedürfnisse. Den Rest des Nachmittags bis zum frühen Abend schonte ich mich im Bett, bis ich mich um 18 Uhr mit den Steffis am Plaza de Armas traf. Wir wollten das Qualifikationsspiel der Nationalmannschaft für die Fußballweltmeisterschaft schauen, entschlossen uns dann, sich der Meute anzuschließen und durch die Straßen zu ziehen. Es gab sogar Polizeischutz bis zum Vereinsheim und ein Kamerateam hatte uns auch vor der Linse.


Die Stimmung war stets euphorisch bis hitzig und nach einem nicht gegebenen Tor für Peru und dem folgenden Führungstreffer für Uruguay bebte der Saal. Zur Halbzeit wechselten wir die Location und fuhren dazu mit dem Taxi ins Kneipenviertel um den Plaza de Armas herum. Wir ergatterten einen perfekten Sitzplatz in einer Cocktailbar, verstanden aber teils unser eigenes Wort nicht mehr. Vor allem nicht mehr, als Peru in der Nachspielzeit der Ausgleich klar gelang, aber nicht gegeben wurde. Der Raum tobte, Beschimpfungen wurden hinein geworfen, der Schiedsrichter, der sonst makellos pfiff, verflucht und unfassbar die Köpfe geschüttelt. Mit großer Enttäuschung und einer Portion Wut im Bauch konnte sich Peru somit nicht mehr für die WM qualifizieren. Schade, es wäre wohl noch ein berauschendes Fest geworden. Aber ich hätte ehe nicht daran teilnehmen können. Hielt ich mich brav den Abend über an einem Wasser ohne Kohlensäure fest, trat ich den Heimweg lange vor den Steffis an, die noch weiterzogen. Die abendlichen Grüße gehen heute ja ganz klar an alle Stollengötter Amöneburg.
25.03.2022 – Meinem Magen ging es besser, weshalb ich die gebuchte City Tour antreten konnte. Essen konnte ich dennoch nicht viel. Und es sollte sich rausstellen, dass ich etwas anderes unter der City Tour verstanden habe, als der Veranstalter. Zwar begann sie in Cusco, spielte sich dann aber im Umland ab.
Zuerst wurde „Qoricancha“ im Stadtzentrum besucht. Das Besondere an dieser Stätte ist mannigfaltig. Sie steht im Mittelpunkt des alten Cuscos, der heiligsten Inkastadt, und blieb nach der Eroberung durch die Spanier bis zum letzten großen Erdbeben in den 1950er Jahren vor der Öffentlichkeit versteckt. Um das Heiligtum herum errichteten die Eroberer einfach ihre eigene Kathedrale „Santo Domingo“. Die Missionare wollten den indigenen „Aberglauben“ aus den Augen und Köpfen der ursprünglichen Inkas verbannen.

Während bei dem Beben die Außenfassade der christlichen Kirche einstürzte, bröckelte nicht mal ein Zentimeter des sich im Innern befindlichen Inkakomplexes. Hier stehen heute noch die Originalmauern von vor über 500 Jahren. Weiterhin befand sich im Zentrum der zerstörte Sonnentempel, von dem 41 bis 42 gerade Luftlinien ausgehen, auf denen mindestens 3 und maximal 15 wichtige andere Inkastätten (Tempel, Festungen, Kontrolltürme, …), wie zum Beispiel der Machu Picchu liegen. Es war quasi wie eine geografische Orientierungshilfe für Wanderung, Wallfahrten und Transporte.


Wie so oft spielten heute die 3 Symbolwesen Puma, Kondor und Schlange für die 3 Welten eine Rolle. Doch auch in der Milchstraße haben die Inkas weitere wichtige Tiere entdeckt. Dabei orientieren sie sich nicht ausschließlich an den hellsten Sternen, sondern an den sich abzeichnenden dunklen Stellen. Wer kann Lama, Fuchs, Schlange oder Frosch entdecken?

Den ganzen Komplex durften wir uns leider nicht ansehen, weil wir zu „Saqsayhuaman“ weitergeschleift wurden. Dies ist eine archäologische Stätte, die verdeutlicht, wie die Spanier den alten Glauben ausrotten wollten. Von der gigantischen Anlage prangen zwar noch gigantische Mauern, doch vieles wurde abgetragen, um einerseits den Inkakult zu verbannen und andererseits Baumaterial für die eigenen Kirchen zu haben. Und das, obwohl die Conquistadores gar nicht ermessen konnten, welchen Weg die passgenauen Steine zuvor auf sich nahmen. Im 6 Kilometer entfernten Steinbruch wurden sie mithilfe eines jeweils zuvor gefertigten Miniatur – Lehmmodels des benötigten Steines bemessen und aus dem Fels in größerer Dimension herausgearbeitet. Man nutzte die natürlichen Risse im Fels, schlug Holzkeile rein, füllte die Risse mit Wasser, welches half den Stein abzusprengen. Anschließend zogen und schoben die Arbeiter die Blöcke auf Holzgestellen mit Baumstammrollen die ganze Strecke bis zum Zielpunkt. Anhand einer Markierung wussten die Arbeiter dort, wo der Stein eingesetzt werden sollte und begaben sich ans Finish. Der Stein wurde mit Hammer und Meißel passend verarbeitet und platziert.


Das heiligste Fest, die Sommersonnenwende, gleichsam der Start ins Neujahr und Beginn der Landwirtschaftssaison, wurde hier gefeiert. Die rituellen Waschungen der Schamanen und Obersten vor der Zeremonie wurden im nahegelegenen „Tambomachay“ vorgenommen, wo man auf natürliche Quellen stieß.

Der nächste Stopp war „Qenqo“, ein Aussichts- und Kontrollpunkt für die Linie, bzw. den Weg, der zum Machu Picchu führt und in dessen Linie ebenso „Tambomachay“ liegt.

Selbst liegt „Qenqo“ ebenso auf einer Linie zum 8 Kilometer entfernten Cusco, was verdeutlicht, dass der Begriff City Tour, wie ich finde, zurecht unpassend gewählt wurde. Bevor wir zur letzten eigentlichen Station kamen, mussten wir einen Halt in einem Textilshop über uns ergehen lassen. So langsam habe ich genug davon.
„Pucapucara“ ist ebenso eine bedeutende religiöse Stätte. Der damals errichtete „Pumastein“ wurde ebenso geschliffen, wie die sich auf dem Boden befindliche Steinplatte mit den „Pumaaugen“, auf die genau zur Zeit der Sommersonnenwende das Licht fiel.

Hohe Würdenträger und die Inkakönige wurden ebenfalls in einer Höhle unter dem Felsmassiv mumifiziert und als Idole in Altarnischen konserviert ausgestellt.


Zurück in Cusco, einer wirklich tollen, lebendigen Stadt, nahm ich meine erste richtige Mahlzeit des Tages ein, das Abendessen, spazierte heimwärts und richtete mich für die morgige Hammerwanderung, bei der es mal wieder heißt: aufstehen um 5 Uhr. Ins Bett geht es nicht ohne tägliche Grüße und die gehen zum Geburtstag und wie selbstverständlich mit Blick auf Cusco und dessen Fußballstadion an die liebe Sabbi.

26.03.2022 – Um 4:58 Uhr klingelte das Handy, nicht der Wecker. Mein Guide Dora rief mich zum Einsammeln für die Tagestour. Gestern hatte man mir noch 5 Uhr 30 mitgeteilt, weshalb das Shuttle eine Extrarunde drehen durfte. Bis alle, darunter auch eine der Steffis, an Bord waren, war es kurz vor 6 Uhr. Die Fahrt, mit Frühstücksunterbrechung, ging zum „Palcoyo“, einer Gebirgskette mit drei Regenbogenbergen und einem „Felsenwald“, dem auf 5000 Metern Höhe gelegenen „Rock Forest“. Schon die lange Anreise dahin war traumhaft und ich konnte mich an den grün bewachsenen Bergen kaum satt sehen. Wenn dann zusätzlich eine Herde Lamas über die Straße läuft oder Alpakas am Hang grasen, hat mir das echt ein Lächeln aufs Gesicht gelegt.




Kurz nach 10 Uhr kamen wir am Zielort an und hatten zwei Stunden, um umherzuwandern. Es war traumhaft. Auch wenn die Sonne verschwand, Nebel, Hagel, Kälte, Regen und Nässe einsetzten. Hier können Bilder für sich sprechen, auch wenn die realen Farben nicht ganz herausstechen.








Durchnässt und ausgekühlt war ich froh, wieder im Shuttle zu sein. Auf halber Strecke zu Cusco gab es nicht nur wieder Somnenschein und beeindruckende Landschaft, sondern auch ein Buffet mit traditionellen Speisen. In der Dämmerung war ich wieder im Hotel und den Abend verbrachte ich mit den Steffis, wenn meine Steffi schon nicht bei mir sein kann.
Allerliebste Grüße an dich liebe Alexandra. Vielen lieben Dank, dass du mir auch aus der Ferne immer in Sachen „Black Pearl“ behilflich bist. So kann ich in Zukunft meinen ökologischen Fußabdruck wieder verbessern.
27.03.2022 – Da es gestern dann doch sehr spät wurde, schlief ich den Schlaf des Gerechten und ging direkt zum Mittagessen über, bis ich zum Flughafen musste, um den Flieger nach Lima zu bekommen. Dort landete ich abends und checkte im „Hospedaje de Tres Regiones“ ein. Es liegt nicht all zu weit vom Flughafen entfernt und machte auf Booking.com einen sehr guten Eindruck. Allerdings habe ich mehr und mehr den Eindruck, dass es sich um ein Ort für verborgene Liebschaften handelt. Naja, ich brauchte ja nur ein Bett und werde die Lokalität morgen früh wieder verlassen, um nach Guayaquil in Ecuador zu fliegen. Das schöne Cusco musste ich auch hinter mir lassen.



Ich freue mich aber auf die nächste Etappe. Bis dahin grüße ich ganz herzlich Graham und Wouters.